, Bornhauser Beat

Trainingswoche SCW in Wädenswil mit Clubtrainer

Ursprünglich war die Woche vom 10. bis 17. Oktober gedacht als Trainingswoche für unsere Clubjunioren, durchgeführt in Radolfzell, am rudersportlichen Herkunftsort unseres Clubtrainers Andreas. In Ermangelung an genügend Anmeldungen, hat er sich entschlossen, dieses «Lager» diesmal hier in Wädenswil in unserem clubeigenen Bootshaus durchzuführen. Ein Heimspiel also. Langfristigere Planungen für Ferienaufenthalte fallen zurzeit allen schwer, verstärkt auch durch die Coronazeit bedingte Planungsunsicherheit.

Bei dieser Gemengelage fanden sich schliesslich 11 Teilnehmer, plus Trainer im SCW Bootshaus ein. Davon waren 6 Senioren- und 5 Juniorenruderer.  

Die Belegung der einzelnen Trainingstage war stark wechselnd, je nach Abkömmlichkeit und der Wind- und Wetterlage. Für die Tagesplanung war ein vorgängiger Eintrag in eine Doodle Präsenzliste gefordert.  

Der Tagesablauf war strukturiert in Trainingseinheiten vor- und nachmittags. Je nach Wetterlage Indoor, respektive Outdoor - auf dem Wasser. Begonnen wurde das Programm jeweils um 08:00 mit einem Warmup, gemäss SRV Vorschlägen. Danach gings aufs Wasser. Dies vorzugweise im Skiff und im Doppelzweier.  Danach aber auch im Fighter und Rotary 4x, beides seltener benutzte aber gut erhaltene Rennvierer aus unserem Bootsfundus. Gewissermassen als Finale furioso wagten wir uns auch noch mit dem Aquarius rauszugehen, einem Riemen Doppelzweier.  

Begleitet wurden unsere Ausfahrten jeweils von unserem Trainer im Aussenborder, gewappnet mit Megafon und Kamera. Im Bestreben um eine stetige Verbesserung unserer Rudertechnik konstatierten wir erneut, wie wertvoll eine sachkompetente Aussenwahrnehmung sein kann. Im Nachgang zu unseren Trainingsfahrten wurden jeweils Videoaufnahmen unseres Bemühens auf dem Wasser ausführlich analysiert und entsprechende Korrekturvorschläge angebracht. Verbesserungen sind so – so glaube, oder hoffe ich wenigstens – geradezu unausweichlich.  

Falls die Wetterbedingungen es nicht zuliessen, gings auf den Ergometer. Auf diesem Gerät ist nicht unbedingt ein Naturerlebnis pur zu erwarten. Der dynamische Zusammenhang der Bewegungsabläufe auf dem Rollsitz im Boot und auf dem Ergometer ist ja offenkundig. Damit ist die didaktische Verwendung dieses Gerätes zur Optimierung unserer Rudertechnik eigentlich gegeben.  

Der Bewegungsapparat und vor allem die Muskulatur wurden durch das relativ intensive Training ziemlich beansprucht. Deshalb erfolgten jeweils im Anschluss an unsere Trainingseinheiten gezielt Lockerungs- und Dehnungsübungen. Ein körperlicher Mehraufwand verlangt immer auch nach einem entsprechenden Kaloriennachschub. Dieser wurde bei unserem gemeinschaftlichen und in der Bootshausküche selbst gekochten Mittagessen reichlich gewährleistet.  Erwähnenswert bleibt aus der Clubperspektive sicher auch ein soziales Moment. Die Mischung von JuniorInnen und SeniorInnen zum gleichen Trainingsanlass, mit einem Altersunterschied von über 60 Jahren, war schon etwas speziell. Die Zukunft, auch die unseres SCW, liegt ja in den Händen unserer Jugend. Dies ist eine Prämisse, die auch wir älteren Clubmitglieder wieder zur Kenntnis nehmen durften. Ich persönlich fand das Zusammenwirken der Generationen erspriesslich, heiter und stimulierend für die clubinterne Kommunikation, auch über die Altersgrenzen hinweg.  

Nach den gemachten Erfahrungen könnten wir uns so gut vorstellen, dass dieser Anlass mit einem Trainingsangebot auch für uns ambitionierteren Breitensportler fest im SCW Jahresprogramm verankert wird. Falls zeitlich getrennt von der bereits etablierten Trainingswoche für Junioren, wäre für uns «seniorigen» Clubmitglieder auch ein (verlängertes) Wochenende denkbar. Dies alles natürlich nur, falls von Seiten der Clubinfrastruktur auch freie Valenzen gegeben sind. Das Gleiche gilt natürlich auch und dies in erster Linie für unseren Trainer.  Ihm möchten wir ohnehin nochmals für die Gestaltung und Durchführung dieser erlebnisreichen Trainingswoche herzlich danken.